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Herpa-Gebäude (1)

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Artikel 900: Dachtribüne

Die Dachtribüne besteht aus einer schwarzen Grundplatte, grünen Seitenteilen und Rückwand. Das graue Innenteil ist mit Treppen versehen, auf welche je 5 Sitzreihen aus braunem Kunststoff geklebt werden. In den grünen Seitenteilen befindet sich im oberen Bereich je ein Fenster, die Rückwand ist oberhalb der Sitzbänke auch großzügig verglast. Rechts und links auf den Seitenteilen sowie an der Front sind weiße Absperrzäune montiert.

Auf der Rückwand sind unterhalb der Sitzflächen nochmals sechs kleine Fenster sowie mittig eine Tür mit ebenfalls einem Fenster angebracht. Die „Tür“ läßt sich nicht öffnen, sondern es wird lediglich ein Türrahmen die Rückwand aufgeklebt, der aber optisch sehr vorbildgetreu wirkt. Oberhalb der Tür ist noch eine Uhr zu finden; auch diese war nicht einfach aufgedruckt, sondern als separates dreidimensionales Kunststoffteil auf die Rückwand aufzukleben. Die sechs Fenster (je drei links und rechts der Tür) bestehen jeweils aus drei Teilen: Außenrahmen, Innenrahmen und „Verglasung“ (transparentes Kunststoffteil). Hier ist schon gut zu erkennen, warum die Herpa-Gebäude eine Ausnahmestellung beim Rennbahnzubehör einnehmen: Selbst die Rückseite der Gebäude, die ja i.d.R. beim Blick auf eine Anlage nicht unmittelbar zu sehen sind, wurden so aufwendig und mit vielen Einzelteilen gestaltet.

Da es sich ja um eine „Dachtribüne“ handelt, ist die Tribüne mit einer großen, geschwungenen braunen Überdachung versehen. Auf dieser sind an der Vorderseite sieben Fahnenmasten angebracht, an denen verschiedene Flaggen von Staaten geklebt werden konnten, die eine gewisse Affinität zum Rennsport aufweisen. Diese Flaggen lagen dem Bausatz auf Papier gedruckt bei; aus einem Bogen mit 8 verschiedenen Flaggen konnte man sich seine 7 Favoriten ausschneiden und an die Fahnenmasten ankleben.

Zur Vervollständigung eines realistischen Aussehens wurde der Bausatz mit verschiedenen Werbeaufklebern versehen. Am vorderen Absperrzaun ist so der damals sehr populäre Werbeslogan des Mineralölunternehmens Gasolin („Mein Benzin – Gasolin“) zu finden. Gasolin war schon vor dem 2. Weltkrieg eine bekannte Marke mit ausgedehntem Tankstellennetz in Deutschland, welches 1971 auf die ARAL verschmolzen wurde. Seit diesem Zeitpunkt wurden auch sukzessive die ehemaligen Gasolin-Tankstellen in ARAL-Tankstellen umgewandelt. Die Herpa-Dachtribüne zeigt das letzte Logo der Gasolin, welches von 1967 – 1971 genutzt wurde und so ist auch eine zeitliche Einordnung dieses Bausatzes möglich.

Weitere kleinere Werbeaufkleber auf den Seitenteilen, wie „Pepsi“, „Continental“ und auch – wie bei jedem Bausatz – von Herpa selbst vervollständigen das realistische Aussehen. Insgesamt betrachtet war die Herpa-Tribüne durch ihre Vielzahl von Details ein eindrucksvoller Blickfang einer Rennbahnanlage. Um das positive Erscheinungsbild abzurunden, bot Herpa auch Zuschauer-Figurensätze an, mit denen der Tribüne „Leben“ eingehaucht werden konnte. Alternativ konnte man natürlich auch die damals bereits von Carrera bzw. Frömter angebotenen Figuren nutzen, die von der Größe her auch ohne Probleme auf die Sitzbänke paßten.

 

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Rückseite der Tribüne

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Artikel 901: Tribüne

Die Tribüne ist vom Aufbau ähnlich der zuvor beschriebenen Dachtribüne: schwarze Grundplatte, grüne Seitenteile und graues Treppen-Innenteil mit braunen Sitzbänken. Die Rückwand reicht im Gegensatz zur Dachtribüne nur bis knapp über die Sitzbänke, ist aber ebenso wie beim Bausatz 900 mit Fenstern, einer Tür und einer Uhr ausgestattet. Oberhalb der Rückwand ist ein großes Werbeschild angebracht, welches sich fast über die ganze Breite der Tribüne erstreckt und mit einem großen „Continental“-Werbeschriftzug beklebt ist. An diese Werberückwand sind wiederum Fahnenmasten angebracht, an die wie bei der Dachtribüne Flaggen verschiedener Staaten angebracht werden konnten. Hier sind es allerdings nur 6 Fahnenmasten mit Flaggen, während die Dachtribüne wie oben beschrieben über 7 Masten verfügt.

Auch die Tribüne ist seitlich und an der Front wieder mit weißen Zäunen bzw. Absperrgittern abgesichert; auf dem vorderen Gitter findet sich bei diesem Bausatz interessanterweise schon der Werbeschriftzug der Gasolin-Nachfolgegesellschaft ARAL: „ARAL immer eine gute Wahl“ ist hier in großformatigen Buchstaben zu lesen – bei dieser Tribüne hatte Herpa die zeitgenössische Werbung also schon modernisiert.

Die Tribüne war aufgrund ihrer liebevollen Feinheiten ebenfalls ein sehr dekoratives Element und verbreitete in Kombination mit der Dachtribüne 900 echte Rennatmosphäre im Miniaturformat.

 

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Artikel 902: Herpa-Turm

Der eindrucksvolle Presseturm, vom Hersteller schlicht „Herpa-Turm“ genannt, erreicht eine Höhe von 63 cm von der Grundplatte bis zur Antennenspitze. Auf der schwarzen Grundplatte sind graue Seitenteile angebracht, die eine Prägung in Maueroptik aufweisen. Front- und Rückwand sind komplett verglast und erlauben so einen Einblick ins Innere des Turmes, welches eine bis an die erste Plattform reichende Treppe und vier schmale Stützpfeiler zeigt. Auf der mit einem außen verlaufenden Gitter versehenen Plattform befindet sich ein weiteres, komplett verglastes Stockwerk, durch welches die durch das Dach reichende Antenne verläuft.

Auf dem Dach sind die dreidimensionalen Schriftzüge „MERCEDES-BENZ“ angebracht, an der Antenne findet man einen ebenfalls dreidimensionalen großen Mercedes-Stern. Auch die Schriftzüge oben an Front und Rückseite des Turms (FORD bzw. FIAT) sind aus einzelnen dreidimensionalen Buchstaben zusammengesetzt, während weitere Werbeschriftzüge an den Seitenteilen und auf dem Schutzgitter der Plattform aus Papieraufklebern bestehen. An der Glasfront ist unten eine Tür mittels eines separaten Kunststoffteils nachgebildet.

Der Herpa-Turm ist durch seine Vielzahl an liebevollen Details (geprägte Steinmaueroptik, dreidimensionale Schriftzüge, filigran nachgebildete Treppen) und natürlich durch seine Größe ein sehr repräsentatives Ausschmückungsteil, welches jede Rennbahnanlage deutlich aufwertet.

 

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Artikel 903: Rennbox

Die Rennbox besteht eigentlich aus drei nebeneinander liegenden Garagen („Boxen“), auf deren Dach sich umlaufende Absperrzäune befinden. Die schwarze Grundplatte ist identisch mit dem Bauteil für das Dach, die Seitenteile und die Innenwände der Garagen sind grün eingefärbt. Die Rückwände bestehen aus hellgrünen Kunststoffteilen, die oben mit weißen Fensterrahmen versehen sind. An der Vorderseite sind drei graue, bewegliche Garagentore montiert, die vorbildgerecht nach oben aufschwenken.

Innerhalb der Garagen bzw. Boxen sind keine weiteren Ausstattungsteile zu finden, da hier Autos eingeparkt werden konnten. Auch Fahrzeuge im Maßstab 1:24 wie die damaligen Modelle von Carrera 124 passen problemlos in diese Garagen hinein.

Zeitgenössische Werbeaufschriften befinden sich an den Dachzäunen und auf den Seitenwänden. Die ältere Ausführung der Rennbox war mit “Continental“-Schriftzügen versehen, während spätere Versionen den Schriftzug „Esso - alles fürs Auto“ bzw. seitlich „Conti TS“ aufweisen. Auf dem hinteren Absperrzaun sind „PEPSI“-Aufkleber und auf den Seitenteilen bei dieser Variante ein Aufkleber mit dem Esso-Logo und dem Slogan „SERVICECENTER ...weil es ums ganze Auto geht“ angebracht. Zwei zusätzliche Werbetafeln mit Ständer, die mit dem Herpa-Logo zu bekleben war, wurden diesem Bausatz beigelegt.

 

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