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Die “IndyCar World Series” war das amerikanische Pendant zur Formel 1. Interessant war die Serie vor allem durch die große Leistungsdichte, da hier im Gegensatz zur F1 nicht jedes Team ein eigenes Auto bauen mußte, sondern einen Rennwagen durch Kauf der Grundkomponenten Chassis und Motor wesentlich günstiger aufbauen konnte, als wenn das Auto selbst konstruiert werden mußte.
In den 90er Jahren stellte sich die Situation so dar, daß ein IndyCar praktisch entweder auf einem Lola- oder Reynard-Chassis basierte, bei den Motoren hatte man die Auswahl zwischen Ford, Honda, Mercedes und Toyota. Einzig das Team Penske leistete sich den Luxus eines eigenen Chassis.
Spannende Rennen waren vorprogrammiert, Seriensieger wie in der Formel 1 waren undenkbar.
Leider kam Mitte der 90er Jahre der Eigentümer der berühmten Indianapolis-Rennstrecke auf die Idee, daß die IndyCar-Serie nicht “amerikanisch” genug sei und installierte eine weitere Monoposto-Serie, die “Indy Racing League” (IRL). Diese sollte dann mit amerikanischen Fahrern und amerikanischen Autos in den uramerikanischen Ovalen für Furore sorgen. Vor allem war der IRL das berühmte “Indy500”, die 500 Meilen im “Nudeltopf” von Indianapolis vorbehalten. War die IRL zunächst die “2. Liga” des amerikanischen Monoposto-Sports, in der die Fahrer strandeten, die in der “echten” IndyCar-Serie nicht mehr zurechtkamen und dort mit Material fuhren, welches dem in der Konkurrenzserie deutlich unterlegen war, änderte sich das Bild zur Jahrtausendwende: Die ChampCar-Serie, wie sie inzwischen bezeichnet wurde, verlor mehr und mehr Fahrer und Motorenhersteller an die IRL, die sich dem Ruhm des Indy500-Rennens wohl doch auf Dauer nicht entziehen wollten.
Für mich blieb die ChampCar-Serie, auch nach ihrem Veranstalter als C.A.R.T. (Championship Auto Racing Teams) bekannt, die “echte” IndyCar-Serie, auch wenn ihre Popularität in den letzten Jahren stark gelitten hat. Dies galt allerdings auch für die IRL; auch hier wurden Eintrittskarten verschenkt und die Rennen fanden trotzdem vor weitgehend leeren Tribünen statt. Ende 2008 schließlich folgte eine Fusion der beiden Monoposto-Serien. Die nachlassende Popularität äußerte sich auch darin, daß keine 1:18-Modelle von ChampCars bzw. IndyCars mehr aktuell produziert werden. Alle Modelle meiner Sammlung sind C.A.R.T.-Autos, also Fahrzeuge der IndyCar World Series bzw. der ChampCar-Serie.
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