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Herpa-Gebäude (2)

904ersatzteillager

Artikel 904: Ersatzteillager

Der von Herpa als „Ersatzteillager“ bezeichnete Bausatz entspricht eigentlich eher der landläufigen Meinung, wie eine „Rennbox“ der 1960er Jahre auszusehen hatte.

Hier handelte es sich ebenfalls um ein in drei Boxen bzw. Garagen eingeteiltes Gebäude, dessen Front allerdings im Gegensatz zur Rennbox nach hinten versetzt ist und auch keine Tore aufweist.  Die schwarze Grundplatte und das schwarze Dach sind die gleichen Bauteile wie bei Artikel 903 und auch die Rückseite ist identisch mit der Rückseite der Rennbox. Die Seitenteile sind aber kürzer und nur vier kleine Absperrzäune reichen bis zum vorderen Abschluß der Grundplatte. An der Front befinden sich drei Feuerlöscher und drei Tankschläuche sowie seitlich links an jeder der drei Boxen ein Haken zum Aufhängen eines Ersatzreifens. Damit sofort klar ist, welche Rennteams in diesen Boxen untergebracht sind, befinden sich an der Dachfront die Schriftzüge „FERRARI“, „FORD“ und „PORSCHE“ ; Autos dieser Marken gehörten damals wie heute zum Standard einer größeren Rennbahnanlage.

Auf dem Dach sind wie bei der Rennbox Absperrzäune angebracht, allerdings auch nur über die Fläche, die das eigentliche Gebäude einnimmt. Der vordere Zaun ist daher auch nach hinten versetzt anzukleben. Die ältere Version dieses Bausatzes zeigt auf dem vorderen Absperrzaun den von der Dachtribüne bekannten „Mein Benzin – Gasolin“-Schriftzug, während auf der späteren Ausführung an dieser Stelle ein „Continental“-Banner angebracht ist.

Mitgeliefert zu diesem Bausatz wurden einerseits drei Werbeschilder mit Ständer (einmal das schon von der Rennbox bekannte „Herpa“-Schild, zum anderen zwei niedrigere, aber breitere Werbeschilder mit den Schriftzügen der Tankstellenketten ARAL und Shell) und zum anderen ein gelber Reifenständer, der mit einem „Continental“-Schriftzug versehen ist.

Die Kombination von Werbeschildern zweier konkurrierender Firmen wie ARAL und Shell wäre in der Realität eher ungewöhnlich, ist aber für die Nachbildung auf einer Modellanlage natürlich zu vernachlässigen. Auch für das Ersatzteillager gilt, daß die Vielzahl an Details wie z.B. die einzeln zu montierenden Feuerlöscher oder die fein nachgebildeten Tankschläuche das gewisse „Extra“ ausmachen, welches die Herpa-Bausätze von denen der Rennbahnhersteller unterscheidet.

Noch „echter“ wirken Rennbox und Ersatzteillager, wenn sie mit entsprechenden Mechaniker-Figuren bestückt werden. Herpa selbst bot neben Zuschauerfiguren auch solche Mechaniker- bzw. Boxenpersonalsätze an; selbstverständlich passen aber auch die damaligen Figuren von Carrera, die von der Firma Frömter hergestellt wurden.

 

905reporterturm

Artikel 905: Reporterturm

Der Reporterturm ist das kleinste der von Herpa damals angebotenen Rennbahngebäude. Auf der schon bekannten schwarzen Grundplatte sind zwei grüne geschwungene Stützen montiert, die dafür sorgen, daß die Kanzel des Turms über die Fahrbahn ragt. Die Kanzel selbst ist rundum verglast und mit einem grauen Dach versehen, welches nicht verklebt, sondern nur aufgesetzt wurde. Dadurch ist es möglich, auch nach Zusammenbau des Turms noch Figuren in die Kanzel zu stellen bzw. zu setzen. In der Kanzel des Turms findet man einen kleinen Hocker sowie einen Tisch, die wohl für die das Rennen verfolgenden Reporter bestimmt sind. Auf der Rückseite des Turms führt eine weiße Treppe mit Geländer zur Kanzel hinauf. Auf dem Dach sind wiederum weiße Absperrgitter angebracht, die in gewohnter Weise mit Papieraufklebern mit „Continental“ und „Shell“-Werbung beklebt sind. Zwei weitere „Herpa“-Aufkleber waren auf den gebogenen Seitenteilen anzubringen.

Herpa lieferte diesen Bausatz mit einem sehr detailgetreuen Kameramann aus, der auf das Dach des Reporterturms plaziert wurde und das Renngeschehen mit einer großen Filmkamera aufnahm. Allein diese Figur und auch die Kamera bestehen aus relativ vielen Einzelteilen, die zusammengeklebt werden mußten und dementsprechend filigran und ansprechend wirken. 

Obwohl der Reporterturm also im Vergleich zu den anderen Bausätzen relativ zierlich ist, sind auch hier wieder liebevolle Details wie die Einrichtung der Kanzel oder der Kameramann zu bewundern, die das Besondere dieses Bausatzes ausmachen.

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Artikel 906: Start- und Zielanlage

Mit der Start- und Zielanlage stellte Herpa den wohl aufwendigsten Bausatzes für Autorennbahnen vor. Das eigentliche Gebäude ruht auf zwei rechts und links angebrachten Stützpfeilern, die eine Höhe von knapp über 10 cm aufweisen. Der Abstand zwischen diesen Pfeilern beträgt 20,5 cm, so daß nicht nur die gängigen Bahnsysteme der damaligen Zeit im Maßstab 1:32 wie Carrera Universal oder Fleischmann, sondern auch die 20 cm breiten Schienen der Carrera 124 unter dem Gebäude durchgeführt werden konnten.

Der breitere der beiden Pfeiler ist auf der Vorder- und Rückseite mit Platten in Maueroptik (ähnlich wie beim Herpa-Turm) ausgeführt, die Seiten sind komplett verglast. Auf der nach außen zeigenden Glasfront ist ein brauner Türgriff angebracht, im Inneren des Pfeilers kann man mittig eine runde graue Säule erkennen, um die sich eine Wendeltreppe nach oben in das eigentliche Gebäude windet. Der zweite Pfeiler an der anderen Seite der Start- und Zielanlage ist deutlich schmaler und besteht aus zwei Stützen, die schräg aufeinander zulaufen, durch das Gebäude hindurch geführt werden und am oberen Ende miteinander verbunden sind. Auf diesem oberen Ende befindet sich eine große Zeigeruhr, die im Inneren einer Nachbildung eines „Continental“-Reifens plaziert wurde.

Das eigentliche Start- und Zielgebäude besteht aus einer Grundplatte, die auf den beiden Pfeilern ruht, einer rundum verlaufenden, sich schräg nach oben verbreiternden Glasfront und dem Dach mit Schutzgittern. Im Inneren kann man drei Reihen von langen Tischen mit Mikrofonen und davor befindlichen Rundhockern erkennen. Das Dach ist mit 4 runden Glasluken und den schon erwähnten Absperrzäunen versehen. Diese Zäune tragen auf der Vorder- und Rückseite über fast die gesamte Breite der Anlage die Beschriftung „ START   Continental    ZIEL“, auf den seitlichen Absperrungen ist das Logo und ein großer Schriftzug von Shell angebracht.

Schaut man genauer hin, erkennt man, daß der Bausatz aus drei Sektionen besteht: Einem schmalen linken Seitenteil mit den schmalen Stützen, dem breiten Mittelteil und einem breiten rechten Seitenteil mit dem Pfeiler in Maueroptik. Die Mittelsektion und das breite Seitenteil werden nicht fest miteinander verklebt, sondern nur zusammengeschoben und durch längliche Plastikstifte gesichert. Dies geschieht, um ein nachträgliches Erweitern der Start- und Zielanlage um ein weiteres Mittelteil und damit die Möglichkeit zur Überführung von vierspurigen Anlagen zu ermöglichen. Ein solches Erweiterungsteil bot Herpa unter der Artikel-Nummer 907 an.

Die Start- und Zielanlage stellt auch die höchsten bastlerischen Anforderungen an den Rennbahnbesitzer. Eine große Zahl von Einzelteilen und besonders die großen transparenten Bauteile, die auch noch in einem bestimmten Winkel verklebt werden mußten, um bündig mit dem Dach abzuschließen, machen es nicht ganz einfach, den Bausatz sauber zusammenzufügen. Hat man es dann aber einmal geschafft, entschädigt die wunderschöne Optik der Start- und Zielanlage für alle Mühen.

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Die zeitgenössischen Deckelbilder der Herpa-Bausatzkartons, hier eine ältere Ausführung mit dem alten Herpa-Schriftzug...

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...und hier mit dem neueren Herpa-Schriftzug. Auf den Deckelbildern waren Fahrzeuge von Carrera und Fleischmann zu sehen.

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